In einer Zeit, in der der Umbruch der globalen Kräfteverhältnisse und die Destabilisierung der südlichen sowie der östlichen Peripherie der Europäischen Union neue außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen stellen, ist ein besseres Verständnis der französischen und der deutschen Sichtweisen auf sicherheitspolitische Krisen geboten. Aus politischer, ökonomischer, demographischer, historischer, geographischer wie militärischer Perspektive ist die enge Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich als Kern von kollektiver Sicherheit und Effektivität einer unabhängigen europäischen Außen- und Sicherheitspolitik unerlässlich. Voraussetzung hierfür ist Vertrauen, das durch gegenseitiges Zuhören, einen fruchtbaren Ideenaustausch und das Kennenlernen nationaler Befindlichkeiten und Interessen entsteht. Vertrauen zwischen politischen Führungskräften ist essentiell, sollte sich aber im Idealfall auf das gegenseitige Vertrauen zwischen französischen und deutschen Bürgerinnen und Bürgern stützen.

Der Deutsch-französische Sicherheitsdialog bietet die passende Austauschplattform, um dieses Vertrauen zu schaffen. Im Jahr 2013 in Zusammenarbeit mit der Theodor-Heuss-Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit als Seminar für französische und deutsche Studentinnen und Studenten gegründet, führt er heute ganz unterschiedliche Personen aus beiden Ländern zusammen: Studentinnen und Studenten, Diplomaten und Militärs, Politiker und Professoren, Experten von Denkfabriken und Journalisten auf dem Feld der Außen- und Sicherheitspolitik. Unsere Partner für die Seminare sind das Auswärtige Amt, die Theodor-Heuss-Akademie Gummersbach und die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit.